Definition benutzter Begriffe beim Mediumistischen Heilen

Um Klarheit zu schaffen, wollen wir zunächst einige Grundbegriffe definieren.

● Definition: Spiritismus – Spiritualismus – Materialismus

Der Begriff »Spiritismus« umfasst die Gesamtheit der Erscheinungen, Lehren und Handlungen, die sich aus dem Verkehr oder allgemein einer Verbindung zwischen den Lebenden und den Toten, genauer gesagt, den Geistern oder Geistwesen, den Nicht-Inkarnierten, ergeben. Nach den Erkenntnissen des Spiritismus, speziell des Kardecismus – der Lehre von Allan Kardec – überlebt der Geist, die Seele als unsterbliche Teil den physischen Tod und kann sich den Lebenden durch verschiedene Mittel und Wege, wie z.B. durch ein Medium kundtun.

Für Materialisten ohne Erkenntnis aus der Feldphysik ist das natürlich eine absolut absurde Idee.

Der Ursprung des Wortes “Spiritismus“ liegt in dem lateinischen spiritus mit der Bedeutung (nach dem Latein-Lexikon »Stowasser«) von:

1. Luft, Hauch; auch Atem, Atemzug, Seufzer
2. Lebenshauch, Leben; auch Seele, Geist
3. Anhauch, Begeisterung
4. Mut, Sinn, Besinnung; auch Hochmut, Übermut, Stolz
5. dichterisches Schaffen

Spiritualismus ist – nach dem Duden – die metaphysische Lehre, die das Wirkliche als geistig oder als Erscheinungsweise des Geistigen annimmt.
Im Gegensatz dazu:
Materialismus ist – nach dem Duden – die philosophische Lehre, die die ganze Wirklichkeit einschließlich Denken, Seele und Geist auf Kräfte oder Bedingungen der Materie zurückführt.

● Definition: Geister – Geistwesen

Geister oder präziser gesagt: Geistwesen sind nicht, wie oft geglaubt wird, ganz besondere Wesenheiten für sich in der Schöpfung. Sie sind vielmehr die Seelen derer, die auf Erden oder auf anderen Himmelskörpern gelebt haben und die sich ihrer körperlichen Hülle entledigt haben. Jeder, der die Existenz der Seele annimmt, die den physischen Körper überlebt, nimmt damit automatisch die Existenz von Geistwesen an. Wer Geistwesen leugnet, muss auch die Existenz der Seele leugnen.
Geister sind Wesenheiten, die uns sehr ähneln; im Gegensatz zu unserem physischen Körper ist ihr Körper fluidisch und darum für die meisten von uns unsichtbar.
Solange die Seele während des materiellen Lebens mit dem Körper vereint ist, besitzt sie eine doppelte Hülle:
die eine, schwer, grob und zerstörbar, ist der Körper;
die andere, fluidisch, leicht und unzerstörbar, heißt »Perispirit« .
Sonach gibt es im Wesen des Menschen drei Teile:
1. die Seele oder den Geist, den Sitz der Individualität, des Intellekts, des Wollens und des Gemüts;
2. den Körper, die materielle Hülle, durch den der Geist mit der äußeren Welt in Beziehung steht;
3. den Perispirit, die fluidische Hülle, leicht, unwägbar und als vermittelndes Band zwischen Geist und Körper.

Sobald der individuelle Lebensplan erfüllt und damit die äußere, materielle Hülle abgenutzt ist und nicht mehr funktioniert, tritt der Zustand ein, den man im gewöhnlichen Leben »Tod« nennt. Der Tod bewirkt die Zerstörung der materiellen Hülle - die Seele lässt diese Hülle fahren, wie der Schmetterling seine Puppe verlässt; aber sie bewahrt ihren fluidischen Körper, den Perispirit, der ihr gestattet, den Raum zu durcheilen und mit der Geschwindigkeit des Gedankens die Fernen zu durchmessen.

► Die Vereinigung der Seele, der Seelenhülle (des Perispirits) und des materiellen Körpers bildet den Menschen.
► Seele und Seelenhülle, getrennt vom Körper, bilden den (individuellen) Geist - das Geistwesen.

Geistwesen bilden, solange sie mit einem materiellen Körpern umkleidet sind, die Menschheit, die sichtbare Welt; sobald sie diesen Körper wieder verlassen haben, bilden sie die geistige, unsichtbare Welt, welche den Raum bevölkert und in deren Mitte wir, ohne es zu ahnen, leben, so wie wir auch inmitten der Welt der unendlich kleinen Wesen leben, deren Vorhandensein wir vor der Erfindung des Mikroskops ebensowenig vermuteten.
Aus Allan Kardec: „Über das Wesen des Spiritismus“ Seite 108

Geistwesen sind also keine philosophischen Abstraktionen, sondern konkrete und in Dimensionen ausgedehnte Wesenheiten, denen nur die Sichtbarkeit fehlt, um den menschlichen Wesen zu gleichen. Daraus folgt: würde in einem bestimmten Augenblick der Schleier, der sie unserem Anblick entzieht, gehoben werden können, würden diese Geistwesen für uns eine ganze, uns rundum umgebende Bevölkerung bilden.

● Beziehung: Geistwesen – Mensch

Wie bereits aufgezeigt, überlebt der Geist als unsterblicher Teil nach dem physischen Tod und kann sich den Lebenden durch verschiedene Mittel und Wege, wie z.B. durch ein Medium kundtun.

Dieses Phänomen war in Form von Hellsehen und von Prophetie bereits im alten Griechenland auf eine ziemlich hohe Stufe gebracht worden. Man weiß, dass beides in »Delphi« durch die Vermittlung junger und älterer Frauen ausgeübt wurde, welche Pythien oder Pythonissen hießen; sie waren hellsehende, hellhörende oder inspirierte Medien in einem Trancezustand. Die Priester deuteten, übersetzten, ordneten ihre für Außenstehende wirren Orakel nach eigener Einsicht und Erfahrung.

Auch Pythagoras (570-497/496 v.Chr.) fand dort im Tempel von Delphi in der jungen Theoklea, einer in der Hochschule für Priesterinnen Ausgebildeten, ein wunderbares Medium als Vermittler zwischen der geistigen und der materiellen Welt.

Sie war nach unserer heutigen Definition ein »Channel-Medium« .

● Hintergrund einer Beziehung: Geistwesen – Mensch

Es ist allgemein bekannt, dass – in einem Körper lebende – Menschen eine Bandbreite von Emotionen haben können und dass sie Bindungen zu Ihren Mitmenschen aufbauen; wir wissen, dass Menschen unterschiedliche Charaktereigenschaften, sowie auch unterschiedliche unkontrollierte Leidenschaften und Süchte haben.

Warum sollte sich daran etwas ändern,
wenn sich die Seele vom Körper trennt?

Emotionen und Bindungen, Charaktereigenschaften, sowie unkontrollierte Leidenschaften und Süchte können zwischen einem Geistwesen und - in einem Körper lebenden - Menschen zu Komplikationen, ja sogar zu ganz erheblichen Störungen im allgemeinen Wohlbefinden eines sensitiven Menschen führen.

Dieses Phänomen ist uns durch das Wort: »Besessenheit« bekannt, das bereits im Neuen Testament mehrfach erwähnt wird:

14 Jesus ging in das Haus von Petrus und fand dort dessen Schwiegermutter mit Fieber im Bett. 15 Er berührte ihre Hand; da verließ sie das Fieber, und sie stand auf und bewirtete ihn. 16 Am Abend brachten die Leute viele Besessene zu Jesus. Mit seinem Wort trieb er die bösen Geister aus und heilte alle Kranken.
Matthäus 8; 14 - 16

5 Diese zwölf sandte Jesus aus mit dem Auftrag: ..... 8 Heilt Kranke, macht Aussätzige gesund, weckt Tote auf und treibt böse Geister aus. Umsonst habt ihr alles bekommen, umsonst sollt ihr es auch weitergeben. 10 ..... Denn wer arbeitet hat ein Anrecht auf Unterhalt.
Matthäus10; 5 - 10

Vereinzelt wird das Austreiben böser Geister in der katholischen Kirche immer noch als »Exorzismus« praktiziert.

Speziell in Brasilien wendet man dieses Austreiben so genannter böser Geister bei schulmedizinisch erkannter Therapieresistenz an.

Therapieresistenz ist dort ein offensichtliches Anzeichen für das Einwirken von Geistwesen auf Menschen. In Brasilien spricht man in diesem Zusammenhang von
Fremdenergie   und einem   ► Fremdeinfluss

Die konventionelle Schulmedizin, speziell hier in Deutschland, steht diesem Phänomen der Beeinflussung sensitiver Menschen durch Geistwesen schlichtweg ablehnend gegenüber.

Besonders in der »Psychosomatik«
(griechisch: psyche => Seele   —   soma => Körper  ⇔  Lehre von den Beziehungen zwischen Seele und Körper)
steht sie deshalb oftmals vor Rätseln und betreibt demzufolge Symptombekämpfung anstatt Ursachenforschung.

Hier stehen sich Materialismus und Spiritualismus absolut feindlich gegenüber.
Spiritismus und Fremdeinfluss ist in den Augen der konventionellen Schulmedizin absurd.

 Model Fremdeinfluss  Model Fremdeinfluss


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